Contract Lifecycle Management (CLM): Phasen des Vertragslebenszyklus

Täglich wickeln Unternehmen eine Vielzahl von Verträgen digital ab, und zwar abteilungsübergreifend, von der Beschaffung und dem Vertrieb bis hin zu den Rechts- und Finanzabteilungen. Aufgrund der hohen Menge stellt die effiziente Verwaltung in den meisten Unternehmen eine große Herausforderung dar. Digitales Vertragsmanagement (Contract Lifecycle Management, CLM) löst diese Herausforderungen, indem es einen strukturierten Ansatz für die Abwicklung von Verträgen von der Erstellung über die Ausführung und Einhaltung bis hin zur Beendigung, Archivierung oder Erneuerung bietet.

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt die CLM-Studie 2025 von BearingPoint: 74 Prozent der befragten Unternehmen nutzen kein spezielles CLM-Tool. 43 Prozent nennen Fristversäumnisse als zentrale Herausforderung im Vertragsmanagement.

Was ist Contract Lifecycle Management?

Kurz erklärt: Contract Lifecycle Management (CLM) ist die strukturierte Steuerung eines Vertrags über alle Phasen hinweg. Dazu gehören Anfrage, Erstellung, Verhandlung, Freigabe, Unterzeichnung, Umsetzung, Verlängerung oder Beendigung. CLM verbindet dafür Prozesse, Zuständigkeiten und Software.

Der Begriff Vertragsmanagement bezieht sich auf den gesamten Prozess der Verwaltung von Verträgen während ihres gesamten Lebenszyklus. Er umfasst jede Phase von der ersten Anfrage und Erstellung über die Verhandlung, Genehmigung, Ausführung und laufende Überwachung der Einhaltung bis hin zur Verlängerung oder Kündigung.

Eine CLM-Lösung bietet eine zentralisierte Plattform, auf der Unternehmen Verträge systematisch verfolgen und verwalten können. Anstatt Verträge an verstreuten Orten zu speichern – in E-Mail-Postfächern, gemeinsam genutzten Laufwerken oder physischen Aktenschränken – bietet CLM ein einheitliches Repository mit standardisierten Prozessen.

Der Lebenszyklus eines Vertrags umfasst in der Regel diese verschiedenen Phasen:

  • Vertragsanfrage und -erstellung: Feststellung der Notwendigkeit eines Vertrags und Ausarbeitung der Bedingungen.
  • Überprüfung und Verhandlung: Verfeinerung der Bedingungen durch Beiträge der Interessengruppen.
  • Genehmigung: Einholung der Genehmigung von bestimmten Parteien.
  • Vollzug: Abschluss der Vereinbarung durch elektronische Signatur.
  • Verpflichtungsmanagement: Verfolgung von Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten.
  • Überwachung der Einhaltung: Sicherstellung der Einhaltung der Bedingungen.
  • Änderungsverwaltung: Bearbeitung von Änderungen nach Bedarf.
  • Archivierung von Verträgen: Verträge werden zentral abgelegt und revisionssicher archiviert, um jederzeit nachvollziehbar und rechtssicher darauf zugreifen zu können.
  • Erneuerung oder Beendigung: Entscheidung über die Fortsetzung der Beziehung.

Durch die Strukturierung dieser Phasen innerhalb eines digitalen Rahmens können Unternehmen Ineffizienzen beseitigen, Risiken verringern und den Wert ihrer Vertragsbeziehungen maximieren. Darüber hinaus profitieren Kunden von kürzeren Bearbeitungszeiten, etwa bei der Unterzeichnung mittels elektronischer Signatur.

CLM und Vertragsmanagement: Wo liegt der Unterschied?

Beide Begriffe werden oft gleich verwendet. Vertragsmanagement ist der Oberbegriff für alle Aufgaben rund um Verträge. CLM legt den Fokus auf den zeitlichen Ablauf: Ein Vertrag durchläuft feste Phasen, und jede Phase hat eigene Verantwortliche, Fristen und Ergebnisse.

Die 8 Phasen des Vertragslebenszyklus im Überblick

In der Praxis lassen sich die oben genannten Schritte zu acht Phasen bündeln. Die Phasen 1 bis 5 laufen vor und bis zur Unterschrift. Die Phasen 6 bis 8 beginnen danach. Dort entstehen die meisten Fristen und Pflichten.

Der Vertragslebenszyklus auf einen Blick

Vom ersten Bedarf bis zur Verlängerung, Beendigung oder Archivierung: Acht Phasen strukturieren den gesamten Vertragsprozess.

Vertrags-
lebenszyklus
01

Anfrage

Bedarf erfassen und einordnen

Beteiligte: Fachbereich, Rechtsabteilung
Ergebnis: Vollständige Vertragsanfrage

02

Erstellung

Entwurf auf Basis freigegebener Vorlagen

Beteiligte: Rechtsabteilung, Fachbereich
Ergebnis: Erster Vertragsentwurf

03

Prüfung und Verhandlung

Risiken prüfen, Bedingungen abstimmen

Beteiligte: Rechtsabteilung, Gegenpartei
Ergebnis: Verhandelte Fassung

04

Genehmigung

Interne Freigabe nach festen Regeln

Beteiligte: Finanzen, Compliance, Geschäftsführung
Ergebnis: Dokumentierte Freigabe

05

Unterzeichnung

Rechtsgültiger Abschluss

Beteiligte: Zeichnungsberechtigte beider Seiten
Ergebnis: Unterzeichneter Vertrag

06

Ablage und Aktivierung

Vertrag auffindbar und auswertbar machen

Beteiligte: Rechtsabteilung, Vertragsverantwortliche
Ergebnis: Vertrag mit Metadaten im Repository

07

Umsetzung und Pflichten

Leistungen, Zahlungen und Fristen überwachen

Beteiligte: Fachbereich, Einkauf, Finanzen
Ergebnis: Eingehaltene Pflichten, erfasste Änderungen

08

Verlängerung, Beendigung, Archivierung

Rechtzeitig entscheiden und sauber abschließen

Beteiligte: Vertragsverantwortliche, Rechtsabteilung
Ergebnis: Verlängerung, Kündigung oder Archiv

Nach der Unterschrift: Wo der Lebenszyklus oft abreißt

Viele Unternehmen investieren vor allem in die Phasen bis zur Unterschrift. Was danach passiert, läuft oft manuell. Genau dort geht Geld verloren. Laut einer Studie von World Commerce & Contracting und Deloitte verlieren Verträge im Schnitt 8,6 Prozent ihres Werts. Gemessen wird von der Absicht zum Vertragsschluss bis zum Vertragsende.

Die häufigsten Ursachen nach der Unterschrift:

  • Verpasste Kündigungsfristen: Der Vertrag verlängert sich automatisch, obwohl er hätte neu verhandelt werden sollen.
  • Nicht überwachte Pflichten: Service Levels oder Preisanpassungen werden nicht geprüft und nicht eingefordert.
  • Fehlende Zuordnung: Nachträge und Änderungen liegen getrennt vom Ursprungsvertrag.
  • Unklare Zuständigkeit: Nach der Unterschrift fühlt sich niemand mehr für den Vertrag verantwortlich.

Aufbewahrungsfristen gehören zum Lebenszyklus

Auch das Vertragsende hat Regeln. Verträge müssen nach Handels- und Steuerrecht aufbewahrt werden. Laut IHK Köln gilt für Verträge in der Regel eine Frist von 6 Jahren. Haben sie die Funktion eines Buchungsbelegs, sind es 8 Jahre. Diese Frist wurde zum 1. Januar 2025 durch das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz von 10 auf 8 Jahre verkürzt.

Für Phase 8 heißt das: Jeder Vertrag braucht ein Archivierungsdatum und eine Löschfrist. Im Zweifel klären Rechtsabteilung und Steuerberatung die Frist für den Einzelfall.

Keine Kündigungsfrist mehr verpassen

Fristen, Pflichten und Verlängerungen zentral erfassen und automatisch erinnern lassen.

Wie funktioniert ein CLM?

Contract Lifecycle Management-Lösungen arbeiten als zentralisierte Plattformen, die Vertragsprozesse digitalisieren und automatisieren. So funktionieren sie.

Zentrales Repository

Im Kern dient ein CLM als sicheres digitales Repository für alle Verträge und zugehörigen Dokumente. Diese Zentralisierung stellt sicher, dass Vertragsdaten zugänglich, organisiert und geschützt bleiben. Anstatt mehrere Systeme oder physische Standorte zu durchsuchen, finden die Benutzer die Dokumente über eine intuitive Suchfunktion.

Automatisierung von Arbeitsabläufen

CLM-Lösungen ersetzen manuelle Übergaben durch automatisierte Workflows. Diese Workflows leiten Verträge auf der Grundlage vordefinierter Regeln zur Prüfung, Verhandlung und Genehmigung an die entsprechenden Beteiligten weiter. So löst beispielsweise ein Vertrag, der einen bestimmten Wert überschreitet, automatisch zusätzliche Genehmigungsanforderungen aus.

Wenn eine Phase abgeschlossen ist, benachrichtigt das System die nächsten Teilnehmer, so dass es zu keinen Verzögerungen kommt und nichts durch die Maschen fällt.

Vorlagenverwaltung

CLM-Plattformen unterhalten Bibliotheken mit vorab genehmigten Vertragsvorlagen mit standardisierter Sprache. Dadurch wird die Vertragserstellung vereinfacht und die Konsistenz im gesamten Unternehmen sichergestellt. Rechtsabteilungen erstellen diese Vorlagen mit genehmigten Klauseln, wodurch das Risiko verringert und der Erstellungsprozess beschleunigt wird.

Digitale Signaturen

Dank der elektronischen Unterschriftsfunktionen müssen Verträge nicht mehr ausgedruckt, unterschrieben, gescannt und verschickt werden. Autorisierte Unterzeichner erhalten sichere Links, um Dokumente elektronisch zu prüfen und zu unterzeichnen, wodurch sich die Bearbeitungszeit von Wochen auf Minuten verkürzt.

Die schnelle, rechtskonforme und sichere Unterzeichnung im CLM ist für Unternehmen im heutigen intensiven Wettbewerbsumfeld wichtig und von entscheidendem Vorteil.

Analytik und Berichterstattung

CLM-Lösungen bieten über Analyse-Dashboards Einblicke in die Vertragsleistung. Diese Tools zeigen anstehende Vertragsverlängerungen, potenzielle Risiken, Compliance-Probleme und Optimierungsmöglichkeiten auf. Teams verfolgen Kennzahlen wie Zykluszeiten, Verhandlungsdauer und Klauseländerungen, um Verbesserungsbereiche zu identifizieren.

Integrationsfähigkeiten

Effektive CLM-Systeme lassen sich in andere Geschäftsanwendungen integrieren, z. B. in das Customer Relationship Management (CRM), in Produktivitätstools (wie Microsoft Word, Google Suite) und in Anbieter von elektronischen Signaturen. Diese Integrationen ermöglichen einen durchgängigen Datenfluss im gesamten Unternehmen, was die Transparenz verbessert und doppelte Dateneingaben vermeidet.

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Wesentliche Merkmale eines CLM

Bei der Bewertung von Lösungen für das Contract Lifecycle Management sind mehrere entscheidende Merkmale für belastbare Plattformen entscheidend.

KI-gestützte Vertragsanalyse

Fortschrittliche CLM-Lösungen nutzen künstliche Intelligenz, um Verträge zu analysieren, wichtige Datenpunkte zu extrahieren, Risiken zu erkennen und nicht standardisierte Formulierungen zu markieren. Diese Technologie prüft Verträge schneller und genauer als manuelle Methoden, hebt Klauseln hervor, die Aufmerksamkeit erfordern, und schlägt Verbesserungen auf der Grundlage von Unternehmensstandards vor.

Die KI-Funktionen von DiliTrust basieren auf Lini, der von DiliTrust entwickelten KI-Engine. Im Vertragsmanagement füllt Lini das Summary Sheet mit Schlüsseldaten aus dem Vertrag und kennzeichnet Klauseln. Der Risk Detector prüft Verträge gegen die Regeln Ihres Playbooks. Die Ergebnisse sind eine Arbeitshilfe, die rechtliche Bewertung bleibt bei der Rechtsabteilung.

Anpassbare Arbeitsabläufe

Jedes Unternehmen hat seine eigenen Genehmigungshierarchien und Vertragsverfahren. Effektive CLM-Lösungen bieten konfigurierbare Workflows, die sich an diese Prozesse anpassen, anstatt standardisierte Ansätze zu erzwingen. Diese Flexibilität stellt sicher, dass das System die organisatorischen Anforderungen unterstützt und gleichzeitig die Governance-Kontrollen beibehält.

Volltextsuche im Vertragsbestand

Die Möglichkeit, den gesamten Vertragsinhalt- und nicht nur die Metadaten – zu durchsuchen, ermöglicht es den Benutzern, bestimmte Bedingungen, Verpflichtungen oder Klauseln im gesamten Vertragsportfolio schnell zu finden. Diese Suchfunktion verwandelt den Vertragsspeicher von einem statischen Archiv in eine dynamische Wissensdatenbank.

Verfolgung von Verpflichtungen

Verträge enthalten zahlreiche Verpflichtungen, die überwacht und umgesetzt werden müssen. CLM-Systeme verfolgen diese Verpflichtungen und senden automatische Warnmeldungen, wenn Maßnahmen erforderlich sind. Dieser proaktive Ansatz verhindert verpasste Fristen, Preiserhöhungen oder Compliance-Anforderungen.

Tools zur Risikobewertung

Fortschrittliche CLM-Plattformen umfassen Risikobewertungs- und Analysefunktionen, die Verträge anhand von Unternehmensstandards bewerten. Diese Tools identifizieren potenzielle Probleme bereits in einem frühen Stadium des Verhandlungsprozesses und ermöglichen es den Rechtsabteilungen, Bedenken vor der Ausführung auszuräumen.

Prüfpfade und Versionskontrolle

Um die Einhaltung von Vorschriften und die Verantwortlichkeit zu gewährleisten, führen CLM-Lösungen lückenlose Prüfpfade, die jede Interaktion mit Verträgen dokumentieren. Die Versionskontrolle stellt sicher, dass Teams mit aktuellen Dokumenten arbeiten und gleichzeitig historische Versionen als Referenz aufbewahren.

Erneuerungsmanagement

CLM-Systeme bieten einen Überblick über anstehende Vertragsverlängerungen mit ausreichender Vorankündigung. Dieser proaktive Ansatz verhindert unerwünschte automatische Vertragsverlängerungen und ermöglicht gegebenenfalls eine Neuverhandlung.

Kennzahlen für den Vertragslebenszyklus

Ein Lebenszyklus lässt sich nur verbessern, wenn er gemessen wird. Diese Kennzahlen eignen sich als Einstieg:

Vertragsmanagement mit messbaren Kennzahlen

Kompakte Übersicht zentraler Kennzahlen zur Bewertung von Effizienz, Qualität und Fristenmanagement.

1 bis 5
Durchlaufzeit
Tage von der Anfrage bis zur Unterschrift
2
Vorlagenquote
Anteil der Verträge aus freigegebenen Vorlagen
3
Verhandlungsrunden
Anzahl der Versionen bis zur Einigung
4
Freigabedauer
Tage zwischen Einreichung und finaler Freigabe
6
Metadaten-Vollständigkeit
Anteil der Verträge mit erfassten Fristen und Verantwortlichen
7 und 8
Verpasste Fristen
Kündigungs- oder Leistungsfristen, die ungenutzt abgelaufen sind

Die Angaben und Bezeichnungen entsprechen den bereitgestellten Inhalten.

Starten Sie mit zwei oder drei Kennzahlen. Wer zu viele auf einmal misst, pflegt am Ende keine.

Warum Rechtsabteilungen ein Tool zur Verwaltung des Vertragslebenszyklus verwenden sollten

Speziell für Rechtsabteilungen bietet das Contract Lifecycle Management konkrete Vorteile, die über die Effizienz hinausgehen.

Geringeres rechtliches Risiko

CLM-Lösungen standardisieren die Vertragssprache und sorgen für eine ordnungsgemäße Überprüfung, wodurch das Risiko für das Unternehmen erheblich verringert wird. Durch die Identifizierung problematischer Klauseln, die Nachverfolgung von Verpflichtungen und die Gewährleistung der Einhaltung von Vorschriften können Rechtsabteilungen kostspielige Streitigkeiten und Strafen verhindern.

Gesteigerte Produktivität

Juristen verbringen weniger Zeit mit Verwaltungsaufgaben und mehr Zeit mit strategischer Arbeit. Anstatt nach Dokumenten zu suchen, E-Mail-Genehmigungen zu verwalten oder Änderungen manuell zu verfolgen, konzentrieren sich Anwälte auf hochwertige Aktivitäten, die ihr Fachwissen erfordern.

Verbesserte Sichtbarkeit

CLM bietet Rechtsabteilungen einen vollständigen Überblick über das Vertragsportfolio. Diese Transparenz ermöglicht eine bessere Entscheidungsfindung bei Vertragsverlängerungen, Verhandlungen und Risikomanagement. Die Leiter der Rechtsabteilung erhalten Einblicke in die Arbeitsbelastung der Abteilungen, Engpässe bei der Vertragsgestaltung und Verbesserungsmöglichkeiten.

Schnellere Verhandlungszyklen

Mit standardisierten Vorlagen, automatisierten Arbeitsabläufen und Tools für die digitale Zusammenarbeit können Rechtsabteilungen ihre Verhandlungszyklen beschleunigen. Änderungen und Revisionen werden automatisch nachverfolgt, sodass keine Unklarheiten über die neueste Version oder offene Fragen entstehen.

Bessere abteilungsübergreifende Zusammenarbeit

CLM überbrückt die Lücke zwischen der Rechtsabteilung und anderen Abteilungen. Vertriebsteams erhalten Einblick in den Vertragsstatus, die Beschaffung Lieferantenvereinbarungen und die Finanzabteilung überwacht Zahlungsverpflichtungen – alles auf einer einheitlichen Plattform. Durch diese Zusammenarbeit werden Reibungsverluste vermieden und die Unternehmensziele aufeinander abgestimmt.

Sicherstellung der Einhaltung

In regulierten Branchen sorgen CLM-Lösungen für die konsequente Einhaltung von Compliance-Anforderungen. Das System setzt Genehmigungs-Workflows durch, verwaltet Prüfpfade und überwacht die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, um das Unternehmen vor Compliance-Fehlern zu schützen.

Datengestützte Entscheidungsfindung

Analysen innerhalb von CLM-Plattformen ermöglichen es Rechtsabteilungen daher, strategische Entscheidungen auf der Grundlage von Daten zur Vertragsleistung zu treffen. Durch die Nutzung dieser Erkenntnisse können die Teams Verhandlungsmuster erkennen, Zykluszeiten verfolgen und Risiken quantifizieren, was letztlich zu einer kontinuierlichen Verbesserung führt.

So unterstützt DiliTrust den Vertragslebenszyklus

Das Modul Contract Management der DiliTrust Suite bildet die Phasen von der Erstellung bis zur Verlängerung in einer Plattform ab. Die Tabelle zeigt, welche Funktion welche Phase abdeckt.

Vertragsmanagement entlang des gesamten Lebenszyklus

Die wichtigsten Funktionen von der Vertragserstellung bis zur Auswertung in einer durchgängigen Prozessdarstellung.

01

Erstellung

  • Vorlagen im integrierten Editor, in Word oder Google Docs
  • Formular zur Vertragserstellung
  • Klauselbibliothek
02

Prüfung und Verhandlung

  • Word-Add-in und Google-Docs-Add-on
  • Interne und externe Prüfung
  • Versionsverlauf mit Vergleich
  • Risk Detector
  • Ask Lini in Word
03

Genehmigung

  • Mehrstufige Validierungs-Workflows mit Bedingungen, etwa nach Vertragsart oder Vertragswert
04

Unterzeichnung

  • Anbindung an DocuSign
  • Adobe Sign
  • Yousign
  • Universign
  • Dropbox Sign
  • Signaturit
  • Connective
  • Box Sign
05

Ablage

  • Zentrale Ablage mit Zugriffsrechten
  • KI-Datenextraktion ins Summary Sheet
06

Umsetzung und Fristen

  • Automatische Erinnerungen vor Stichtagen
  • Aufgaben- und Pflichtenmanagement
07

Auswertung

  • Dashboards und Statistiken
  • Smart Reports für Fragen in natürlicher Sprache

Was das im Alltag bedeutet:

  • Weniger Abstimmung per E-Mail: Entwurf, Kommentare und Freigaben liegen am Vertrag selbst.
  • Gleiche Standards überall: Wird eine Klausel in der Bibliothek geändert, gilt das für jede Vorlage, die sie nutzt.
  • Fristen mit Vorlauf: Erinnerungen lösen vor Kündigungs- und Verlängerungsterminen aus.
  • Antworten aus dem Vertragsbestand: Smart Reports erstellen aus einer Frage eine Tabelle, etwa „Welche Lieferantenverträge enden 2027?“.
  • Anbindung an bestehende Tools: Connectoren für Salesforce, HubSpot und Microsoft Dynamics 365, weitere Systeme über die API.

In 5 Schritten zum gesteuerten Vertragslebenszyklus

  1. Mit einem Vertragstyp starten: zum Beispiel Geheimhaltungsvereinbarungen oder Lieferantenverträge. Dort sind Volumen und Standardisierung hoch.
  2. Vorlagen und Playbook festlegen: Welche Klauseln sind Pflicht, welche Abweichungen sind erlaubt?
  3. Freigaberegeln definieren: Wer gibt ab welchem Vertragswert frei?
  4. Bestandsverträge erfassen: Laufzeit, Kündigungsfrist und Verantwortliche für jeden aktiven Vertrag.
  5. Kennzahlen prüfen: Durchlaufzeit und verpasste Fristen nach drei Monaten auswerten und nachsteuern.

Moderne Unternehmen stellen an ihre Rechtsabteilungen höhere Anforderungen als je zuvor. Daher bietet Contract Lifecycle Management eine durchgängige Lösung, die juristische Abläufe nicht nur von reaktiv zu proaktiv, sondern auch von administrativ zu strategisch verändert. Durch die Implementierung einer belastbaren CLM-Plattform können Rechtsabteilungen somit einen größeren Geschäftswert liefern und gleichzeitig Risiken reduzieren und die Effizienz verbessern.

Aus diesem Grund sollten Unternehmen, die ihre Vertragsprozesse optimieren wollen, eine Investition in CLM-Technologie in Betracht ziehen. Dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur digitalen Transformation des Rechtswesens.

Häufige Fragen zum Contract Lifecycle Management

Welche Phasen hat der Vertragslebenszyklus?

Üblich sind acht Phasen: Anfrage, Erstellung, Prüfung und Verhandlung, Genehmigung, Unterzeichnung, Ablage, Umsetzung mit Pflichtenüberwachung sowie Verlängerung, Beendigung oder Archivierung. Manche Modelle fassen Schritte zusammen und kommen auf fünf bis sieben Phasen.

Was ist der Unterschied zwischen CLM und Vertragsmanagement?

Vertragsmanagement ist der Oberbegriff für alle Aufgaben rund um Verträge. CLM betont den zeitlichen Ablauf in festen Phasen. Mehr dazu im Beitrag Vertragsmanagement: Definition, Aufgaben und Prozess.

Wie lange müssen Verträge aufbewahrt werden?

In Deutschland in der Regel 6 Jahre. Haben Verträge die Funktion eines Buchungsbelegs, gelten seit dem 1. Januar 2025 8 Jahre. Die genaue Frist hängt vom Einzelfall ab.

Welche Software nutzen Rechtsabteilungen für den Vertragslebenszyklus?

Viele Rechtsabteilungen arbeiten noch mit Excel, SharePoint und E-Mail. Für Fristen, Freigaben und Auswertungen setzen sie zunehmend spezialisierte Vertragsmanagement-Software ein. DiliTrust Contract Management deckt dabei Erstellung, Verhandlung, Freigabe, Signatur und Fristenüberwachung in einer Plattform ab.

Sehen Sie, wie DiliTrust den Vertragslebenszyklus von der Vorlage bis zur Verlängerung abbildet.

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